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Freundeskreis freilebender Wölfe e.V.


Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. – Über zwei Jahrzehnte für den Wolf

Als die ersten Wölfe nach Deutschland zurückkehrten, gab es kaum Strukturen, die sich dauerhaft und praktisch mit ihrem Schutz beschäftigten. Aus dieser Situation heraus entstand 2004 der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V.. Ziel war es von Anfang an, die Rückkehr des Wolfs fachlich zu begleiten, Vorurteile abzubauen und den Schutz der Tiere in Deutschland zu unterstützen.

Die Wurzeln des Vereins liegen in der Lausitz, jener Region, in der sich die ersten dauerhaft reproduzierenden Wolfsrudel Deutschlands nach ihrer natürlichen Rückkehr etablierten. Mit der Ausbreitung der Wölfe über Sachsen hinaus wuchs auch die Arbeit des Vereins. Im Jahr 2008 wurde deshalb der ursprüngliche Name „Freundeskreis in der Lausitz e.V.“ in „Freundeskreis freilebender Wölfe e.V.“ geändert, um der inzwischen bundesweiten Tätigkeit Rechnung zu tragen.

Ehrenamt statt Hauptamt

Der Verein arbeitet bis heute überwiegend ehrenamtlich. Seine Mitglieder kommen aus unterschiedlichen Berufsgruppen und Regionen Deutschlands. Gemeinsam verfolgen sie ein Ziel: die langfristige Akzeptanz und den Schutz freilebender Wölfe in Deutschland und Europa.

Aufklärung vor Ort

Ein wichtiger Teil der Vereinsarbeit findet nicht vor Gericht, sondern direkt bei den Menschen statt.

Seit vielen Jahren organisiert der Verein:

Informationsstände auf Messen und Veranstaltungen
Vorträge und Diskussionsabende
Wolfswanderungen und Exkursionen
Öffentlichkeitsarbeit in Gemeinden
Schul- und Bildungsprojekte
Informationsveranstaltungen für Interessierte

Dabei geht es vor allem darum, wissenschaftlich belegte Informationen über Biologie, Verhalten und Lebensweise des Wolfs zu vermitteln.

Herdenschutz als Schwerpunkt

Mit der wachsenden Wolfspopulation rückte ein weiteres Thema in den Mittelpunkt:

Der Herdenschutz.

Der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. beteiligt sich seit Jahren an Beratungen und Projekten rund um den Schutz von Nutztieren. Gerade hier entstehen viele Konflikte zwischen Naturschutz und Landwirtschaft. Der Verein sieht deshalb einen funktionierenden Herdenschutz als einen wichtigen Baustein für ein konfliktärmeres Zusammenleben von Mensch und Wolf.

Feldforschung und Monitoring

Neben der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt der Verein auch Feldforschung und Datenerfassung. Vereinsmittel fließen unter anderem in Arbeitsmaterialien für die Wolfsforschung sowie in verschiedene Projekte rund um Monitoring und Dokumentation.

Anerkennung als Naturschutzvereinigung

Ein wichtiger Meilenstein wurde 2018 erreicht.

Das Bundesamt für Naturschutz erkannte den Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. offiziell als staatlich anerkannte Naturschutzvereinigung an. Damit erhielt der Verein Mitwirkungs- und Klagerechte in naturschutzrechtlichen Verfahren.

Seitdem tritt der Verein zunehmend auch auf rechtlicher Ebene in Erscheinung und beteiligt sich an Verfahren, wenn es um Wolfsabschüsse oder andere naturschutzrechtliche Fragen geht.

Heute

Heute gehört der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. zu den bekanntesten Wolfschutzvereinen Deutschlands.

Seine Arbeit reicht von Informationsständen auf regionalen Veranstaltungen über Herdenschutzberatung und Feldforschung bis hin zur Beteiligung an politischen und rechtlichen Verfahren. Dabei verfolgt der Verein nach eigenen Angaben ein zentrales Ziel:

Die Rückkehr des Wolfs in Deutschland nicht als Konflikt, sondern als Teil einer modernen und naturverträglichen Wildtierpolitik zu begleiten.

Florian Brock – Wolfsblick

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